Direktkontakt:
0211 / 506 535 222

Verwarnungsgeld

Sie kommen zu Ihrem Fahrzeug und es hängt aus nicht ersichtlichen Gründen ein Knöllchen an Ihrer Windschutzscheibe? Durch kurzfristige Zahlung des Verwarngeldes kann das Verfahren schnell beendet werden. Wenn Sie sich gegen das Knöllchen verteidigen möchten, sollten Sie sich anwaltlich beraten lassen, um alle Risiken entsprechend einzuordnen. Ein rechtliches Vorgehen gegen das Verwarngeld hängt meist von den Umständen des Einzelfalles ab und ob die damit verbundenen Kosten ein rechtliches Vorgehen überhaupt sinnvoll erscheinen lassen.

Das Verwarnungsgeld ist ein Instrument der Verwaltungsbehörde um einer betroffenen Person bei einer Ordnungswidrigkeit zu verwarnen. Die folgt aus § 56 Abs. 1 Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG). Zu unterscheiden ist das Verwarnungsgeld vom Bußgeld. Ein Verwarnungsgeld wird nur bei geringfügigen Ordnungswidrigkeit verhängt und liegt zwischen mindestens 5 € und maximal 55 €. Hierunter fallen insbesondere die „Knöllchen“, die beim Falschparken, Überschreiten der Parkzeit oder ähnlichem anfallen. Bekannter ist daher die Bezeichnung „Strafzettel“. Anders als beim Bußgeld werden beim Verwarnungsgeld keine zusätzlichen Verwaltungskosten erhoben.

Für die Wirksamkeit eines Verwarnungsgeldes muss die betroffene Person gem. § 56 Abs. 2 OWiG belehrt werden und mit dem Verwarnungsgeld einverstanden sein. Zahlt die verwarnte Person das Verwarnungsgeld innerhalb der vorgegeben Frist, wird der Vorgang als abgeschlossen angesehen und sämtliche mit dem Verwarnungsgeld zusammenhängende Daten von der Verwaltungsbehörde nach Ablauf der vorgeschriebenen Aufgebwahrungsfrist gelöscht.

Zahlt die betroffene Person das Verwarnungsgeld nicht innerhalb der gesetzten Frist oder wird die Begleichung des Verwarnungsgeldes ganz verweigert, kann die Verwaltungsbehörde dann ein Bußgeldverfahren eröffnen. Hierdurch fallen dann auch zusätzliche Verwaltungskosten an (siehe hierzu die Rubrik Bußgeldverfahren).

Ein Verwarnungsgeld muss nicht sofort vor Ort bezahlt werden, wenn die betroffene Person in etwa von der Polizei angehalten wurde und diese ein Verwarnungsgeld ausspricht. Eine Barzahlung ist meist nur dann Pflicht, wenn die verwarnte Person keinen ständigen Wohnsitz innerhalb Deutschlands hat.

– Wir beraten Sie hierbei gerne – Ihre Verkehrsanwälte der Kanzlei Göbel & Partner (Standorte Düsseldorf und Köln) –