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Rückabwicklung eines Autokaufs – Berechnung des Wertersatzes

Kommt es zur Rückabwicklung eines Kaufvertrages und der damit verbundenen Rückgabe eines Fahrzeugs an den Verkäufer, ist der Käufer gem. § 346 Abs. 1 BGB verpflichtet, gezogenen Nutzungen (Gebrauchsvorteile aus der Nutzung des Fahrzeuges) herauszugeben. Dies ist nicht nur entscheidend zur Berechnung der Höhe des Rückzahlungsaspruches gegen den Verkäufer. Es ist vielmehr dahingehend wichtig, den Verkäufer durch Mitteilung der Laufleistung des Fahrzeugs in Verzug zu versetzen. Denn allein mit der Erklärung des Rücktritts vom Kaufvertrag und der Rückgabe des Fahrzeugs hat der Käufer noch nicht alle annahmeverzugsbegründenden Umstände mitgeteilt. Erst mit Bekanntgabe der Laufleistung des Fahrzeugs kann der Verkäufer letztendlich den Wertersatz berechnen. Dies erspart dem Käufer dann in einem eventuellen Gerichtsverfahren unnötige Prozesskosten, die aufgrund unzulänglicher Informationspreisgabe anfallen könnten. Der Wertersatz wird dann unter Berücksichtigung der Gesamtlaufleistung berechnet. Entscheidend hierfür sind auch die Marke und der Typ des Fahrzeugs. Eine durchschnittliche Gesamtlaufleistung von 250.000 km wird heutzutage für angemessen erachtet. Dies entspricht 0,4 % des Bruttokaufpreises je gefahrener 1.000 km. Auch werden fahrzeugabhängig teils Laufleistungen von bis zu 400.000 km angenommen. Handelt es sich bei dem streitgegenständlichen Fahrzeug um einen Gebrauchtwagen, so muss die voraussichtliche Restlaufzeit anstelle der erwarteten Gesamtlaufzeit angegeben werden.

– Verkehrsanwälte Göbel & Partner – Düsseldorf und Köln