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Verweisung auf günstigere, jedoch weit entfernte Werkstatt unzulässig

Urteil BGH v. 20.10.2009; Urteil AG Solingen v. 06.12.2010

Der BGH hat mit Urteil vom 20. Oktober 2009 entschieden, dass der Schädiger dem Geschädigten eines Verkehrsunfalls zur Reparatur seines Fahrzeugs unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderung grundsätzlich auf eine günstigere als die vom Geschädigten beabsichtigte Reparaturmöglichkeit verweisen kann. Die Grenzen dieser Verweisung hat das Amtsgericht Solingen mit Urteil vom 06. Dezember 2010 gesetzt. Bezugnehmend auf die Entscheidung des BGH urteilte das Amtsgericht, dass es jedoch nicht zumutbar sei, wenn eine Versicherung dem Geschädigten auf eine weit über 10 km entfernte Werkstatt verweise, wenn nur wenige Kilometer vom Wohnsitz des Geschädigten eine zwar teurere, aber einfacher zu erreichende Fachwerkstatt zu erreichen sei.