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Ausweichen vor einem Fuchs muss nicht grob fahrlässig sein

(Entscheidung des BGH aus 2008)

Mit Urteil aus dem Jahr 2008 entschied der BGH, dass das Ausweichen vor einem auf die Fahrbahn laufenden Fuchs und sich einem daraus ergebenden Verkehrsunfall nicht zwingend als grob fahrlässig einzuordnen sei. Der BGH entschied, dass grob fahrlässig nur derjenige handle, der die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nach den gesamten Umständen in ungewöhnlich hohem Maße verletze. Liege dies im Einzelfall nicht vor und sei das Ausweichen nur auf einen Reflex zurückzuführen, so könne nicht von einem grob fahrlässigen Handeln ausgegangen werden.

(Verkehrsrecht – Rechtsanwältin Thies – Düsseldorf / Köln)